DG-Regierung beschließt Verkauf des ehemaligen PDG-Gebäudes

Das „Infrastrukturkarussell“ der Deutschsprachigen Gemeinschaft dreht eine letzte Runde und der Kreis schließt sich: Nachdem alle juristischen Hindernisse überwunden waren, beschloss die Regierung in ihrer jüngsten Sitzung nun den Verkauf der Immobilie gelegen Kaperberg 8 in Eupen an den Belgischen Staat. Und machte damit den Weg frei für einen Umzug des Staatsarchivs in das ehemalige Parlamentsgebäude.

Der Verkauf erfolgt zu dem nach Verhandlung angebotenen Preis von insgesamt 1.112.000 EUR zuzüglich Verwaltungskosten.

Im Zuge der zwischen der DG-Regierung und dem Belgischen Staat geführten Gespräche zur aktuellen Immobilienlage auf dem Gebiet der Stadt Eupen hatte der Belgische Staat seinerzeit Interesse am Kauf des ehemaligen Parlamentsgebäudes der Deutschsprachigen Gemeinschaft geäußert, mit der Absicht, dort eine Gebäudeinfrastruktur für das Staatsarchiv in Eupen zu schaffen.

Das hiesige Staatsarchiv verwaltet das Archivgut der öffentlich-rechtlichen Einrichtungen und Körperschaften sowie Archivgut von Familien und natürlichen Personen, die ihren Sitz oder Wohnort im heutigen Gerichtsbezirk Eupen (Provinz Lüttich) hatten beziehungsweise noch haben. Dieser Gerichtsbezirk entspricht dem Gebiet der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Obwohl nach wie vor eine föderale, sprich bundesstaatliche Einrichtung, übernimmt das Staatsarchiv in Eupen somit auch die Aufgaben eines „Landesarchivs“ für die DG und ist in gewisser Weise das „Gedächtnis“ unserer Gemeinschaft, das nun im damaligen PDG-Gebäude eine neue Unterkunft finden kann.