Professor für einen Tag an der UCL

Auf Einladung des Rektors der Katholischen Universität Löwen (UCL), Vincent Blondel, gestaltete Ministerpräsident Oliver Paasch in Neu-Löwen vor etwa 600 Studenten der Politikwissenschaften die Auftaktstunde des neuen akademischen Jahres. Das Statut der Deutschsprachigen Gemeinschaft, ihre Vision für Ostbelgien und das Land, sowie auch der hier neu initiierte, ständige Bürgerdialog standen dabei thematisch im Mittelpunkt. Mit dem Format verfolgt die UCL das Ziel, ausgehend von der Ansprache einer politischen Persönlichkeit das theoretische Fundament und das Funktionieren der belgischen Politik zu vermitteln und zu analysieren.
Vor diesem Hintergrund stießen die Ausführungen des ostbelgischen Ministerpräsidenten in Bezug auf die Regierungsbildung, den Ausbau der Autonomie der Deutschsprachigen Gemeinschaft im Laufe der vergangenen Jahrzehnte und die Bemühungen, die Bürger/innen durch originelle Wege der Partizipation noch enger in die Gegenwarts- und Zukunftsgestaltung einzubeziehen, auf großes Interesse bei den Studenten. Und auch Paaschs zum respektvollen Miteinander ermunternden Worte über die Chancen des belgischen Föderalismusmodells verhallten nicht ungehört, wie der Tweet eines Teilnehmers im Anschluss verdeutlichte: „Oliver Paasch offre un fervent plaidoyer du fédéralisme à la belge et de l’intégration européenne. Ça devient presque rare…“.

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