Umstrittene Atomreaktoren – Paasch bringt Bedenken und Forderungen aus der Grenzregion in Brüssel vor

Im belgisch-deutsch-niederländischen Grenzgebiet wird seit Wochen gegen das Hochfahren der beiden umstrittenen Atomreaktoren Tihange2 und Doel3 protestiert.

Der Vorsitzende der Euregio Maas-Rhein (EMR), Oliver Paasch, gleichzeitig Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, nimmt die diesbezüglichen Sorgen und Ängste, von denen ihm aus der gesamten Euregio berichtet wird, sehr ernst. Paasch erklärte in einer Stellungnahme der EMR, es gehe hier um existentielle Fragen, die niemand auf die leichte Schulter nehmen dürfe.

„Tausende Menschen fühlen sich bedroht. Sie machen sich Sorgen um ihre Sicherheit und ihre Gesundheit. Viele von ihnen haben schlicht Angst um sich und ihre Kinder“, sagte Paasch. In seiner Eigenschaft als Vorsitzender der EMR hat er das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Vorstandssitzung der Stiftung setzen lassen, um eine offene Debatte aller Partnerregionen zu ermöglichen. Er bot ebenfalls an, in direkten persönlichen Gesprächen mit den zuständigen Vertretern der zuständigen belgischen Föderalregierung die Bedenken und Forderungen aus der Grenzregion vorzutragen. Die entsprechenden Termine würden zurzeit vorbereitet.

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