Stabwechsel in der Großregion

Ministerpräsident Oliver Paasch nahm am 4. Dezember in Mainz am 14. Gipfeltreffen der Großregion Saar-Lor-Lux teil. Der Gipfel markierte gleichzeitig den Abschluss der rheinland-pfälzischen Präsidentschaft, die das Zepter zum Jahresende an die belgischen Partner übergibt.

In Zusammenarbeit mit der Deutschsprachigen Gemeinschaft und der Föderation Wallonie-Brüssel wird die Wallonische Region ab Januar die Geschicke der Großregion federführend leiten. Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, zog zum Abschluss ihres Vorsitzes, der die Herausforderungen und Perspektiven des grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes schwerpunktmäßig behandelt habe, eine positive Bilanz. „Drei Sprachen, vier Länder, fünf Regionen und 11,2 Millionen Menschen, das ist die Großregion im Herzen Europas. Rheinland-Pfalz hat in den vergangenen zwei Jahren gerne seinen Beitrag dazu geleistet, die Ausstrahlungskraft der Großregion weiter zu steigern. Mir war es vor allem wichtig, Maßnahmen und Projekte zu initiieren, die einen direkten und nachhaltigen Mehrwert für die Bürger und Bürgerinnen haben“, so die Regierungschefin beim Abschlussgipfel in Mainz.

Auch DG-Ministerpräsident Oliver Paasch würdigte die unter rheinland-pfälzischem Vorsitz erzielten Fortschritte. So würden sehr konkrete Kooperationen im Bildungsbereich, auf Ebene der Kultur, der Gesundheit, des Tourismus  oder auch des Arbeitsmarktes und der Beschäftigung „belegen, dass unsere Zusammenarbeit über Landes- und Sprachgrenzen hinaus nicht nur dem Frieden in Europa dient, sondern auch mit spürbaren Vorteilen für die Bevölkerung verbunden ist“.  Grenzregionen, die Europa ein Gesicht gäben, seien besonders wichtige Laboratorien für die Weiterentwicklung der europäischen Kohäsion, so der Ministerpräsident, der die Bereitschaft und den Wunsch der DG zur Kooperation festhielt, „aus tiefster Überzeugung sowohl innerbelgisch als auch mit den europäischen Regionen und ganz besonders mit unseren direkten Nachbarn in der Euregio Maas-Rhein und in die Großregion“. Gemeinsam mit den wallonischen Partnern sei die Deutschsprachige Gemeinschaft damit beschäftigt, ein konkretes und ambitioniertes Arbeitsprogramm aufzustellen, das an die wertvolle Arbeit der rheinland-pfälzischen Präsidentschaft anknüpfen und die Weiterentwicklung der Großregion unterstützen werde, so Oliver Paasch.

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