GABB 2014-19 – Regierung und Sozialpartner der DG einigen sich auf Schwerpunkte ihrer Zusammenarbeit

War das Land am Vortag noch durch einen Generalstreik lahmgelegt, zeigten Regierung und Sozialpartner in der DG am 16. Dezember auf, wie sie die regionale Entwicklung durch permanenten Dialog und beidseitig getragene Projekte gemeinsam vorantreiben wollen. DG-Minister und Vertreter des Wirtschafts- und Sozialrates unterzeichneten in Eupen – bereits zum fünften Mal – ein Gemeinschaftliches Ausbildungs- und Beschäftigungsbündnis und hielten damit die Schwerpunkte ihrer Zusammenarbeit für die laufende Legislaturperiode fest.

Erster Arbeitsschwerpunkt wird dabei die Begleitung der zweiten Umsetzungsphase des Regionalen Entwicklungskonzeptes (REK) sein, das – so Ministerpräsident Oliver Paasch – auch weiterhin die Grundlage des politischen Handels der Regierung bilden und nach seiner Aktualisierung mit vierundzwanzig alten und neuen Zukunftsprojekten in wichtigen Lebensbereichen aufwarten wird. Die Sozialpartner begleiten deren Umsetzung in mehreren Formen, so z.B. durch einen direkten Austausch mit den Projektleitern.

Darüber hinaus möchten die Vertragspartner in den kommenden Jahren Fragen zum Standort DG erörtern, wobei die Schaffung von attraktiven ortsnahen Arbeitsplätzen im Vordergrund der Überlegungen stehen soll.

Neu im vorliegenden Abkommen ist die Zusammenarbeit im Rahmen der sechsten Staatsreform und der damit einhergehenden neuen Zuständigkeiten der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Die Sozialpartner werden sich in die Gestaltungsprozesse einbringen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bereiche Familienzulagen, Beschäftigung, Senioren- und Gesundheitspolitik sowie Justiz.

Der letzte Arbeitsschwerpunkt thematisiert die kontinuierliche Anpassung der Aus- und Weiterbildungsangebote an die spezifischen Bedarfe in der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

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