Zehn graue Feldmäuslein

Die Kunstsammlung der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist um eine Eindruck weckende Bilderserie reicher. Ministerpräsident Oliver Paasch, Kulturministerin Isabelle Weykmans und Prof. Dr. Andreas Fickers (arsVitha) gaben in Eupen in Anwesenheit von Pierre Doome die Schenkung von dessen Bilderreihe „Zehn graue Feldmäuslein“ an die DG bekannt.

Alle Beteiligten machten aus ihrer großen Freude hierüber keinen Hehl. So bezeichnete es Ministerpräsident Paasch als großes Glück, dass die Serie durch die Aufnahme in die Kunstsammlung integral erhalten werden und so der Bevölkerung auch künftig in Gänze präsentiert werden könne. Dies gelte insbesondere auch für die so genannten „Zwangssoldaten“ der Region zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs und ihren Nachkommen, deren Leidensweg der St. Vither Künstler in den Aquarellen aufgreift. Auch Ministerin Weykmans freute sich über die dauerhafte Verfügbarkeit dieser Werke „von einem der besten Künstler Ostbelgiens, der mit seiner Arbeit den Zugang zu diesem Thema vereinfacht“ und schlug die Brücke zwischen der künstlerischen Auseinandersetzung Doomes mit diesem bis heute nachwirkenden Kapitel der regionalen Geschichte und dessen persönlichem Schicksal, das eng hiermit verknüpft sei. Nachdem Prof. Dr. Andreas Fickers in der Folge die historischen Ereignisse rund um den damaligen Zwangseinzug von Soldaten rekapituliert und die Bedeutung von deren Aufarbeitung  hervorgehoben hatte, überreichte Pierre Doome symbolisch ein Bild aus der Sammlung an die Regierungsvertreter. Der gesamte Bilderzyklus wird zunächst ab dem 14. Oktober für die Dauer eines Monats am Amtssitz des Ministerpräsidenten, Gospertstraße 42 in Eupen, ausgestellt werden. Weitere Ausstellungsorte werden folgen.

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