Kooperation mit Raumfahrtagentur ESA

Die Förderung des Interesses an Naturwissenschaften und Technik zählt zu den Kernanliegen von Bildungs- und Beschäftigungsakteuren in der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Vor dem Hintergrund eines auch hierzulande spürbaren Fachkräftemangels ist es von besonderer Bedeutung, unseren Schüler/innen schon früh die vielfältigen Perspektiven und Chancen aufzuzeigen, die sich ihnen im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) eröffnen. Die mögliche Langzeitwirkung sowie die hohe Erinnerungsfähigkeit der Kinder sind weitere Argumente für einen frühzeitigen Beginn einer naturwissenschaftlichen Bildung.

Vor diesem Hintergrund entstand eine Kooperation der Regierung und der Autonomen Hochschule (AHS) mit dem European Space Education Resource Office (ESERO Belgium) der europäischen Weltraumorganisation ESA, die im vergangenen Monat durch Unterzeichnung eines Zusammenarbeitsabkommens für die Schuljahre 2013/14 – 2015/16 besiegelt wurde.

Die Unterzeichnung erfolgte in Anwesenheit hochrangiger Vertreter der ESA, des Königlichen Observatoriums sowie der belgischen Raumfahrt- und Wissenschaftspolitik.

Was verbirgt sich hinter Projekten wie „Raum und Unterricht“ oder „Mobiles Forschungslabor“?

„Raum und Unterricht“ strebt eine Förderung des naturwissenschaftlichen Interesses bei Kindern an. Mit diesem Ziel werden Primarschulen angeregt, wissenschaftliche Projekte zu entwickeln, die sie mit ihren Schülern durchführen. Jede Schule, deren Projekt genehmigt wird, erhält hierfür eine finanzielle Unterstützung.

Das Projekt „Modernes Forschungslabor“ zielt seinerseits auf eine Förderung  insbesondere des Experimentierens und der wissenschaftlichen Forschungsmethoden in den Primarschulen ab. Die teilnehmenden Schulen erhalten Forschungsmaterial in tragbaren Boxen und die Lehrpersonen eine entsprechende Weiterbildung. Die Materialboxen sind nach Thema und Jahrgangsstufe geordnet und umfassen ebenfalls Theorie- und Experimentierbögen.

ESERO Belgium wird seinen Partnern in der DG ferner das gesamte bestehende didaktische Material übermitteln, das durch den Fachbereich Pädagogik des Ministeriums an die Bedürfnisse der Deutschsprachigen Gemeinschaft angepasst und den Schulen zur Verfügung gestellt werden wird.

Auch auf die DG zugeschnittene Fortbildungsangebote für Lehrer, Direktoren, Referenten, Inspektoren,… sollen in enger Absprache entstehen.

Nicht zuletzt wird es Lehrern und Schülern der Primar- und Sekundarschulen sowie Studenten in der Deutschsprachigen Gemeinschaft künftig auch möglich sein, sich an verschiedenen Wettbewerben zu beteiligen, die in Kooperation mit der ESA organisiert werden, wie zum Beispiel die Projekte Asgard oder CanSat.

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